Hacken – haten – mobben

Ich richte mich hier an den mutmaßlichen Hacker, der kürzlich unsere Webseiten mit Schadstoffprogrammen geschreddert hat.
An denjenigen, der mit den Opfern des angeblich satanischen Missbrauchs eng vernetzt ist.
An denjenigen – nein, den Name nenne ich nicht – der immer mehr Gefallen daran findet, jeden zu hacken, der ihm nicht zu gefallen scheint.

Werter Hacker,

im Grundsatz hast du mit deinem Hacken ein nobles Ziel. Um deine Anonymität zu wahren, gehe ich nicht weiter darauf ein.
Irgendwann hat sich dein Ziel scheinbar erweitert…
(Auch hier würde jedes weitere Wort darauf hinweisen, wer du bist.)
… Doch auch das war dir nicht genug.

Im Rampenlicht des Applauses und in Anbetracht der steigenden Follower-Zahl in den sozialen Medien wurdest du übermütig. Du bist nicht der Erste, der Gefallen daran findet, als Held bezeichnet zu werden und im Rausch der Über-Anerkennung anfängt, sich gottgleich zu fühlen und Taten zu begehen, die man eigentlich zu bekämpfen versucht.

Du beginnst zu mobben.

Seien wir mal ehrlich.
Eigentlich möchtest du nur die Popularität der Hackeraktivisten Anonymus erwerben, nicht wahr? Du hast da und dort mal ein paar Andeutungen gemacht, die in diese Richtung gehen. Dabei gibt es allerdings ein paar winzige Probleme.
Anonymus setzt sich für die Redefreiheit ein, du hingegen scheinst sie zu bekämpfen. (?)
Und:
Du müsstest dich moralisch auf die Seite der Gesellschaft begeben, um dauerhaft und nicht nur kurzzeitig Anerkennung zu erhalten.
Zur Moral der Gesellschaft gehört definitiv kein Mobbing!

Mobbing sind nicht nur Worte!
Mobbing sind nicht nur Handgreiflichkeiten.
Mobbing ist im Zeitalter des fortgeschrittenen Internets auch Hacking, wenn einem die Nase/Meinung oder Existenz des jeweiligen Gegenüber nicht passt.

Das – genau DAS – würden die Hackeraktivisten Anonymus nämlich niemals tun. Sie vergreifen sich mit ihrem Hacker-Aktivismus nicht an irgendwelchen Otto-Normal-Verbrauchern einfach nur, um eine legitime Meinung oder Aufklärung zu killen. Sie treten nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Verstehst du?
Wenn du politische Ambitionen hast, weißt du, was ich meine.

Schauen wir uns doch die Verhältnisse mal an:

> Du bist Hacker. Das alleine gibt dir im Netz eine gewisse Macht.
> Du bist vernetzt mit sehr vielen Menschen, die mich als Problem sehen, weil ich aufzeige, dass das, was sie verbreiten, einer Krankheit und vielen anderen Traumaopfern schadet.
> Du bist vernetzt mit Menschen, die mich schon länger haten, und Ausdrücke wie Pädo-Dirne / Pädo-Bitch verwenden.

Und was sieht man bei mir?

> Ich schreibe offen darüber, an einer psychischen Erkrankung zu leiden, die man Dissoziative Identitätsstörung nennt und mache mich damit angreifbar.
> Ich stehe – neben meiner Team-Partnerin Nora – alleine da.

Du trittst also von oben nach unten. Selbst dann, wenn ich mich gut zu artikulieren und zu wehren weiß.

Hat dir dein Elternhaus nicht beigebracht, argumentativ mit Worten zu überzeugen, wenn dir die Meinung eines Menschen nicht gefällt?

Es geht ja nicht mal »nur« um mich.
In den sozialen Medien gibst du damit an, dass du jeden hacken kannst (und es auch tust), der dir dumm zu kommen scheint. Du veröffentlichst die Ergebnisse, die – auch wenn du sie teilweise schwärzt – noch immer persönliche Daten von der Person enthalten. Und sollte das nicht reichen, um von den Followern mit Herzen und Schenkelklopfern überschüttet zu werden, so veröffentlichst du gleich mal die Daten – auch hier nur teilweise geschwärzt – der Familie jener Person.

Aber auch das reicht nicht aus.



Ich könnte die Liste dessen, was dich von Anonymus unterscheidet, noch sehr weit fortsetzen. Aber ich denke, das reicht!

Ich wollte dich anzeigen.
Nach einer Anzeige bei der Polizei hätte ich mit meinem Anwalt Zivilklage einreichen können. Er hat mir da so einige Tipps gegeben.
Der Termin stand bereits fest. Zusammen mit einer Vertretung durch einen Verein, der Menschen mit Schwerbehinderungen hilft (ich bin Pflegegrad 3 durch eine physische Erkrankung) wäre ich zur Polizei gegangen, und es wäre keine Anzeige gegen Unbekannt gewesen.

Weißt du, wieso ich es (noch) nicht tat/tue?
Ein paar Videos auf dem YouTube-Kanal von Mazdako haben mich zum Umdenken gebracht.
Ich bin nicht bereit, mich von dir in den Zerstörungsstrudel – der niemals enden wird und beiden Seiten einzig nur viel Geld kostet – hinein ziehen zu lassen. Ich bin nicht bereit, mit dir eine Schlammschlacht zu führen, bei der es keine Gewinner geben kann, außer einem Publikum, was sensationsgierig ist.
Ich bin nicht – zumindest noch nicht – bereit, meine Energien an dich zu verschwenden, denn ich hab Besseres zu tun!

Ich appelliere (noch!) an deine Vernunft!

Du bist gegen Mobbing?
Ich auch!
Du willst Opfern helfen?
Ich auch!
Du bist gegen Hass im Internet?
Ich auch!

Das bedeutet nicht, dass wir beide Freunde sein müssen. Das bedeutet nicht, dass es uns nicht ankotzen darf, was der andere tut.
Dich darf es ankotzen, dass ich über die Satanic Panic aufzuklären versuche, aber du hast kein Recht, deswegen Straftaten zu begehen. Du kannst gerne irgendeine Plattform nutzen, um Gegenargumente zu bringen, du darfst mich zitieren und namentlich benennen, du kannst mit mir diskutieren und konstruktiv streiten, all das trägt zu der Schaffung eines gewaltlosen Internet bei!
Man nennt es Medienkompetenz!

Aber du hast kein Recht, mich mundtot zu machen, indem du die Inhalte meiner Webseite zerstörst. Du hast kein Recht, mich aus der gesellschaftlichen Mitte des Internets raus zu katapultieren, indem du dafür sorgst, dass meine Auftritte verschwinden. Du hast kein Recht, meine Sicherheit zu bedrohen, indem du einen Machthebel missbrauchst, um in meine persönlichen Bereiche einzudringen. Man bedenke:
Etliche Seiten befanden sich hinter einem Passwort, weil sie traumatische Erlebnisse beinhalteten. Diese Bereiche waren an Menschen gerichtet, die ich privat und real kenne.

Bleibe du in deinem Bereich und verschwinde aus meinem Bereich, dann werden wir uns auch einig, ohne uns lieb haben zu müssen oder gar zu hassen, wie es im Internet üblich geworden ist.

Soweit mein Appel an dich.

Ansonsten:
Es gibt Grenzen.
Ich lasse mich nicht endlos haten!

Marvel Stella

Ein Kommentar

  1. Die besagte Hackerin hat schon mehrfach eine richtige Abreibung kassiert. Und sollte sie unsere Systeme und die Webseiten unser Systeme (System meint hierbei in diesen Kontext Tatsächlich das Dissoziative System) nicht in Ruhe lassen, dann bekommt die besagte Person ganz ganz „lieben“ besuch von der Pinea und darf paar Jahre auf ihre Computer warten.

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