Trigger

Der Begriff Trigger (engl. trigger = Auslöser) bezeichnet in der Psychologie einen Reiz, der eine bestimmte emotionale, körperliche oder verhaltensbezogene Reaktion auslöst. Besonders häufig wird der Begriff im Zusammenhang mit Trauma- und Belastungsstörungen verwendet.

Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung können beispielsweise Geräusche, Gerüche, Orte, Berührungen, Situationen oder andere Reize Erinnerungen und starke Stressreaktionen hervorrufen. Betroffene können mit Angst, körperlicher Erregung, Vermeidung, Flashbacks oder anderen traumabezogenen Symptomen reagieren. Solche Trigger müssen nicht bewusst erkannt werden und können individuell sehr unterschiedlich sein.

Trigger im RG/MC-Kontext

Im Konzept der Rituellen Gewalt/Mind Control (RG/MC) erhält der Begriff eine wesentlich weitergehende Bedeutung. Dort werden Trigger als von Tätern teilweise gezielt festgelegte Signale verstanden, mit denen zuvor „programmierte“ Reaktionen oder bestimmte Persönlichkeitsanteile aktiviert werden könnten.

Als solche Trigger werden beispielsweise Wörter, Zahlen, Symbole, Farben, Musikstücke, Gesten, bestimmte Daten oder Gegenstände beschrieben. Nach dem RG/MC-Modell könnten Täter damit aus der Ferne „Programme“ starten, Erinnerungen blockieren, Schweigen erzwingen, bestimmte Persönlichkeitsanteile hervorrufen oder Betroffene zu festgelegten Handlungen veranlassen.

Diese Vorstellung ist von psychologisch bekannten traumabezogenen Triggerreaktionen zu unterscheiden. Dass Reize erlernte oder traumatische Reaktionen auslösen können, ist kein Nachweis dafür, dass Täter komplexe Verhaltensprogramme installieren und später mittels geheimer Signale gezielt aktivieren können.

Für Trigger als Bestandteil eines solchen programmierten psychischen Steuerungssystems gibt es keine belastbaren empirischen Belege. Diese Bedeutung des Begriffs gehört zum RG/MC-Erklärungsmodell und nicht zur diagnostischen Definition der DIS oder einer Traumafolgestörung.