Historisches

Dieser Bereich beleuchtet die historische Entwicklung der Debatte um rituelle Gewalt, Mind Control und die sogenannte „Satanic Panic“.

Der aufgestörte Blick (1997)

Eine historische Quellenlektüre Einleitung:Das Buch „Der aufgestörte Blick“ dokumentiert einen Kongress aus den 1990er Jahren und gehört zu den frühen deutschsprachigen Quellen zum Themenkomplex Multipler Persönlichkeit, ritueller Gewalt und satanischer Kulte. Im Folgenden möchten wir einige Passagen näher betrachten. Nicht…

Multiple Persönlichkeitsstörung in Deutschland 1995

Der Aufsatz von Michaela Huber aus dem Jahr 1995 ist vor allem als zeitgeschichtliches Dokument interessant. Er zeigt, wie das Thema Multiple Persönlichkeitsstörung beziehungsweise DIS Mitte der 1990er Jahre im deutschsprachigen Raum gerahmt wurde: nicht nur als klinisches Störungsbild, sondern…

„Sybil“ – MPD als Kassenschlager

Kein Buch hatte einen dermaßen großen Einfluss auf die Entwicklung der dissoziativen Identitätsstörung (vormals: Multiple Personality Disorder) wie das 1973 veröffentlichte Werk „Sybil“. Verfasst von Journalistin Flora Rheta Schreiber in enger Zusammenarbeit mit Psychotherapeutin Cornelia Wilbur, gilt es als Geburtsstunde…

Borderline und MPS – ein Artikel aus 1996

aus: „Der Psychotherapeut“, Heft 41, Springer Verlag, 1996, S. 17-24 Autoren: Birger Dulz1 und Nina Lanzoni2 1 Psychiatrische Abteilung, Allgemeines Krankenhaus Ochsenzoll, Hamburg (Stand: 1996) 2 Psychiatrische Klinik, Universitäts-Krankenhaus Eppendorf, Hamburg (Stand: 1996) Die Multiple Persönlichkeit als dissoziative Reaktion bei…

Zeitungsartikel 1996

Beim Lesen von Ian Hackings Buch „Multiple Persönlichkeit: Zur Geschichte der Seele in der Moderne“ habe ich in einem antiquarisch gekauften Exemplar einen lose eingelegten Zeitungsartikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 1996 gefunden. Der Beitrag von Hubertus Breuer fasst…

Colin Ross, ein Pionier der Satanic Panic

Kaum ein Name ist derart eng verbunden mit der epidemieartigen Diagnostik der Dissoziativen Identitätsstörung ab den 1980ern wie Colin Ross, der mittlerweile 72-jährige kanadische Psychiater und ehemalige Präsident der International Society for the Study of Trauma and Dissociation (ISSTD). Auch…

Dissoziative Störungen und Konversion – 2001

Peter Fiedler beschreibt in seinem Buch „Dissoziative Störungen und Konversion“ aus dem Jahr 2001 zentrale Merkmale der Dissoziativen Identitätsstörung und ordnet sie in ein breiteres psychologisches Verständnis ein. Dabei wird deutlich, dass die Vorstellung klar abgegrenzter „Persönlichkeitsanteile“ nicht losgelöst von…

MPS – Eine neue Frauenkrankheit?

Das Jahr 1993 markiert einen Einschnitt in der Betrachtung der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS) in Deutschland. In dieser Zeit beginnt sich eine spezifische Deutung des Störungsbildes zu etablieren, die weit über die klinische Beschreibung hinausgeht und das Verständnis von Ursache, Ausprägung…

Wissenschaft auf Irrwegen

Ein zentraler Bezugspunkt für die Verbreitung zahlreicher bis heute fortwirkender Vorstellungen über die Dissoziative Identitätsstörung im deutschsprachigen Raum war Michaela Hubers Buch „Multiple Persönlichkeiten – Überlebende extremer Gewalt“ aus dem Jahr 1995. Seine Bedeutung lag nicht bloß darin, Dissoziation bekannter…