Täterloyale Innenperson

„Täterloyale Innenperson“ ist eine Bezeichnung aus dem Umfeld der Rituelle-Gewalt/Mind-Control-Konzepte (RG/MC). Gemeint ist ein vermeintlicher Persönlichkeitsanteil eines Menschen mit DIS, der weiterhin den Tätern verbunden sei, deren Anweisungen befolge oder innerhalb des sogenannten „Systems“ ihre Interessen vertrete.

Im RG/MC-Modell werden solchen „Innenpersonen“ beispielsweise die Überwachung anderer Anteile, die Verhinderung des Sprechens über Täter, Selbstbestrafung oder die Aufrechterhaltung des Kontakts zu einer angenommenen Täterorganisation zugeschrieben. Teilweise wird angenommen, diese Funktionen seien von Tätern gezielt durch „Programmierung“ geschaffen worden.

„Täterloyale Innenperson“ ist kein diagnostischer Begriff der Dissoziativen Identitätsstörung und gehört nicht zu deren diagnostischen Kriterien. Die Bezeichnung entstammt einem spezifischen Erklärungsmodell, das innere Konflikte und Verhaltensweisen innerhalb einer angenommenen Täterstruktur interpretiert.

Für die im RG/MC-Konzept behauptete gezielte Erzeugung oder Programmierung solcher Persönlichkeitsanteile gibt es keine belastbaren empirischen Belege.