Replik zu den Hamburger ORG-Studien

Niehaus-Krause Replik

Replik zu den Hamburger ORG-Studien

Die Replik setzt sich kritisch mit den sogenannten Hamburger ORG-Studien auseinander, die sich mit „Mind Control“, gezielter Persönlichkeitsaufspaltung und induzierter Amnesie im Kontext ritueller Gewalt befassen.

Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die untersuchten Konzepte wissenschaftlich haltbar sind. Die Replik verweist auf den internationalen Forschungsstand, der für zentrale Elemente wie „Mind Control“ keine belastbaren Belege findet, und kritisiert, dass diese Aspekte dennoch in Studien und therapeutischen Kontexten weitergeführt werden.

Zugleich wird thematisiert, wie sich über Jahre ein stabiler Deutungsrahmen entwickelt hat, der wissenschaftliche Kritik erschwert und alternative Erklärungsansätze weniger berücksichtigt. Die Veröffentlichung versteht sich damit als Beitrag zur fachlichen Einordnung und zur Klärung eines kontrovers diskutierten Themenfeldes.

Susanna Niehaus und Andreas Krause, Psycholog:innen und Forschende an Schweizer Hochschulen, befassen sich mit arbeits- und rechtspsychologischen Fragestellungen sowie der wissenschaftlichen Bewertung kontroverser Therapiekonzepte.