Im sechzehnten Jahre erkrankte das Mädchen, von dem hier die Rede ist, und bis zum achtzehnten Jahre lag es krank darnieder, Monate lang durch rasende Kopfschmerzen auf eine und dieselbe Stelle unbeweglich festgebannt. Brust-, Herz- und Magenschmerzen, Atemnot, Beklemmungen, Erbrechen nach jedem auch dem kleinsten Genusse brachten die Patientin so herab, daß sie schließlich von den Ärzten aufgegeben ward. Im Frühjahr 1882 kam dem Mädchen nun auf einem Stück Zeitung, in dem ihr der Vater Erdbeeren mitgebracht hatte, ein Aufsatz in die Hände, welchem der Aderlaß als ein Heilmittel der Bleichsucht, die Krankheit, welche als die des Mädchens angegeben ist, angepriesen wurde. Auf dringende Bitten der Patientin wurde, trotz des Widerstrebens der behandelnden Ärzte, ein solcher vorgenommen, und von der Stunde an trat eine Wendung zum Besseren ein, so daß heute, anderthalb Jahre nach dem Aderlasse, der Vater die Tochter als ein Bild der Gesundheit schildern kann.
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