Und nun sind wir – so viel Sarkasmus muss sein – beim Drehbuchmaterial für eine dystopische Mind-Control-Serie angelangt. „Rückholprogramme“: Das ist die ultimative Entmündigung von Trauma-Überlebenden. Assel beschreibt hier einen angeblich „unbewussten Mechanismus“, mit dem Täter ihre Opfer
ferngesteuert zurückrufen können – ausgelöst durch eine SMS, einen Anruf oder eine E-Mail. Diese Aussage impliziert, dass Missbrauchsüberlebende keinen freien Willen haben, dass sie auf Täterkontakt reflexartig wie Maschinen reagieren und dass ihr Verhalten keiner bewussten Kontrolle unterliegt.
Schlagwort: Satanic Panic
Diskussion: RG-MC und mediale Berichterstattung
Bereits der Titel „Wie kritisch sollten Erzählungen von Missbrauchsopfern hinterfragt werden?“ geht direkt in medias res, wie Moderatorin Sarah Ulrich („Netzwerk Recherche“) erklärt und die Eckpunkte des Narrativs von RG umreißt. Dazu berichtet sie über ihren ersten Kontakt mit dem Thema, als ein bekannter Traumatherapeut mit diesbezüglichen „Informationen“ über einen satanischen, Kinder-mordenden Kult in Berlin an sie herangetreten ist. Ulrich erläutert, wie sie „erst einmal drauf reingefallen sei“, bis sie gemerkt habe, dass dieses Story nicht stimmen könnte, sondern zu einem bereits aufgedeckten Narrativ passe.
WeiterlesenWTF-Talk: Satanic Panic Update 2
Auch der dritte Talk (Juli 2024) von Lydia Benecke, Holm Hümmler, Bernd Harder und Annika Harrison zum Thema Satanic Panic bringt wieder viele Infos in kompakter Form. Als Gäste sind diesmal Bianca Liebrand, Frank Urbaniok, Kai Funkschmidt und zum ersten Mal Claudia Müller (Aussteigerin aus der OCG und ehemals Mitverantwortliche für Klagemauer.tv) dabei.
WeiterlesenLesetipp: Neue Infobroschüre über RG-MC
Gestern ist eine neue Broschüre von Dr. Kai Funkschmidt erschienen, die sich mit der Verschwörungstheorie von ritueller Gewalt & Mind Control beschäftigt. Sie steht gratis zum Download zur Verfügung. Auf 125 Seiten beleuchtet der evangelische Theologe dieses Narrativ umfassend von allen Seiten und geht insbesondere auch auf aktuelle Entwicklungen im deutschsprachigen Raum ein. Nach einer Darstellung der Grundproblematik und den Argumenten der Anhänger_innen dieser Theorie folgt eine genaue Abgrenzung zu organisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch – dies ist bekanntlich ein Punkt, der von den Supportern nur allzu gerne verwässert wird.
WeiterlesenMassaker, Kriegsverbrecher und Netzwerke
In diesem Beitrag wird es erneut um „Damals“ und „Heute“ gehen. Dieses Mal liegt jedoch der Fokus nicht auf einem Verein, der einen sehr großen Einfluss auf die UBSKM hat, sondern auf jemandem aus den DIS/DID-Betroffenenkreisen. Hierzu greife ich nicht wahllos eine „Betroffene“ heraus, sondern es wird der Internetauftritt einer Person betrachtet, die mit Traumatherapeuten, welche der Verschwörung von RG&MC nahe stehen, eng verbunden ist. Eine „Betroffene“, die einen ähnlich starken Einfluss auf die Vorgänge in der UBSKM und die Wahrnehmung in Betroffenenkreisen nimmt, wie der Verein „Vielfalt.e.V.“
WeiterlesenZusammenhänge – Satanic & Moral Panic
Wie bereits 1980 in den USA ging es auch hier um den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Verschwörungstheoretiker haben vor allem dann den größten Erfolg, die Gesellschaft mit einer Panik zu infizieren, wenn man die Angst schürt, Kinder seien in einer großen Gefahr. Das sind sehr emotional geladene Themen, und um Verschwörungstheorien zu streuen und zu zünden, benötigt man starke Emotionen, starke Ängste, starke Unsicherheiten, eine starke Wut und idealerweise ganz viele Menschen, die sich politisch – meist aus rechtsextremen Kreisen – zu Nutze machen wollen.
WeiterlesenQuo vadis, GWUP?
War die „alte“ Satanic Panic noch leicht(er) zu durchschauen, gerät die heutige Version des rituelle Gewalt-Mind Control-Narrativs bei oberflächlicher Betrachtung leicht in den Strudel folgenden Denkens: „Das wird schon irgendwo seine Berechtigung haben, wo es doch offizielle Einrichtungen vertreten“. Wenn die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs auf ihrer Webseite von „Mind Control Phänomenen“ schreibt – was könnte denn daran schon falsch sein?! Schließlich sprechen wir von einer Institution, die durch Bundestagsbeschluss eingerichtet und pro Jahr mit einem Budget von rund 2,3 Millionen Euro aus Mitteln des BMFSFJ dotiert ist.
WeiterlesenPositionspapier – Teil 1
Im Sommer des vergangenen Jahres wurde ein von zahlreichen Fachgesellschaften unterzeichnetes „Positionspapier zur psychotherapeutischen Behandlung der Folgen sexuellen Missbrauchs“ veröffentlicht. Genau dieses Positionspapier ist in der aktuellen Verbandszeitschrift der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung, Psychotherapie Aktuell, erneut erschienen, was im Netzwerk der DIS-Subkultur erwartungsgemäß großen Anklang gefunden hat. Zu meiner großen Verwunderung führte es sogar zu einem Gefühl der Überlegenheit:
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