Warum bieten wir diese Seite an?

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Wer mich noch nicht kennt und bisher nur auf meiner persönlichen Seite war (wird demnächst verlinkt), wird jetzt wahrscheinlich ins Straucheln kommen. Oberflächlich betrachtet ist das, was ich auf dieser Seite hier poste, kaum mit der persönlichen Webseite zu vereinbaren. Aber tatsächlich ist das nur oberflächlich der Fall.

Ich habe lange überlegt, ob ich meine beiden Webseiten miteinander verbinden soll oder nicht. Am liebsten würde ich genau das tun, was ich von Kindheit auf an getan habe → spalten!

Wie gerne würde ich sagen: »Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen«. Doch das wäre nicht das, was ich fühle, sondern das, was ich von außen empfange.

Das, was ich auf meiner persönlichen Webseite publiziere, ist das Gute. Die Opfer und Betroffenen können sich damit identifizieren und würde ich nur das nach außen tragen, wäre alles geordnet, sauber, geliebt, geachtet und genauso, wie es sich die Öffentlichkeit vorstellt.

Doch dann kommt das hier: → Debunking SRA

… und damit bin ich raus.

Nein, das was ich hier auf dieser Seite publiziere, ist nicht angenehm. Nicht, weil ich damit den Opfern Schaden zufüge, sondern weil das Thema den Opfern schadet.

Um etwas zu zitieren, was im Artikel Historie der Webseite steht:

Selbst als Nora und ich über unsere Zweifel sprachen, wollten wir unter keinen Umständen den Opferschutz aufgeben. Wir sagten uns: »Selbst wenn es den satanisch-rituellen Missbrauch nicht gibt, so dürfen wir die Glaubwürdigkeit der Opfer nicht untergraben, da sie sonst auch für alle anderen Opfer verloren geht.«
Damit haben wir falschen Opferschutz betrieben!

Die tatsächlichen Opfer befanden sich auf der anderen Seite. Nämlich die zu Unrecht Beschuldigten, deren Existenz/en brachial vernichtet wurden/werden. Diese Opfer waren auf genau der Seite, die wir bekämpft hatten!

Was wir – Nora und ich – getan haben, war opferfeindlich. Wir haben mit unserer Aktivität eine Verschwörung verfestigt und damit tatsächlich die Glaubwürdigkeit aller Opfer untergraben!

Ohnehin empfehlen wir dem Interessierten, gleich zu Beginn diese verlinkte Seite zu lesen, denn sie gibt einen Einblick in die Abläufe, die aufzeigen, warum sich unsere Betrachtungsweisen bei dem Thema »satanisch-ritueller Missbrauch« so drastisch geändert haben.

Ja, ich hätte unsere beiden Seiten gerne voneinander losgekoppelt. Am liebsten wäre ich mit zwei unterschiedlichen Identitäten – und das bezieht sich nicht auf meine Dissoziative Identitätsstörung – ins Netz gegangen, um jeweils nur eine Seite zu präsentieren. Doch genau damit hätte ich mich und meine Wahrheit verleugnet. Eine Wahrheit, die zwar noch immer schwer zu verarbeiten ist, die jedoch wahr ist. Für mich zumindest und für viele aus der wissenschaftlichen Forschung ganz genauso.

Doch was ist wissenschaftlich? Hier scheiden sich die Geister.

Es ist nicht meine Aufgabe, festzulegen, was zur Wirklichkeit gehört. Ich würde mir einfach nur wünschen, jeder – ob betroffen oder nicht – könnte sich mit den Themen genauso umfangreich befassen wie ich und meine Teamkollegin Nora. Dann könnten zumindest all jene ins Gespräch kommen, die den Opfern – egal welchen Opfern – helfen möchten. Dazu ist es aber auch elementar wichtig, echte Opferhilfe zu betreiben und nicht Bekanntheit, Auszeichnungen, Berühmtheit und Aufmerksamkeit erlangen zu wollen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich auf alle zutrifft. Bei einigen komme ich schwer ins Grübeln, entsprechend kritisch stehe ich denjenigen auch gegenüber.

Ich bin wahnsinnig froh, dass ich nach fast 30 Jahren Therapie und meinen psychologischen Ausbildungen bereits so sehr gefestigt in mir bin. Das gibt mir die Freiheit, mich nicht nach einer manipulativen Art der Wertschätzung in Form von Likes im Internet richten zu müssen. Ich bin Baujahr 1967 und ich glaube, auch entsprechend die Reife zu besitzen. Mir ist es verdammt wichtig, mir treu zu bleiben und authentisch zu sein.

Vielleicht gerade, weil ich durch meine Störung kein kohärentes Ich besitze. Meine Therapie – und dafür bin ich sehr dankbar – hat inzwischen ganze Arbeit geleistet!

Und darum wird hier nichts auseinander gerissen. Es wird nichts beschönigt und ich werde mich nicht erklären, um kollektiv dabei sein zu dürfen, in der Bubble aller DIS-Traumaopfer.

Jeder hat die Chance, sich für etwas zu entscheiden!

Wie heißt es in der ersten Staffel von Mr. Robot?

Ich habe mich dazu entschieden, eine Eins zu sein!

Fortsetzung folgt!

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