Zwischen Erkrankung und Lifestyle (© Nora)

Post von Nora: Als ich es irgendwann begriffen hatte, wollte ich die Diagnose Borderline sofort wieder weg haben und loswerden; diese Etikettierung, die – wie ich im Google herausfinden sollte – so viele negative Zuschreibungen hatte. Ich, die ich jeden Tag an mir selbst scheiterte, wollte unbedingt „normal“ sein – ohne eine Vorstellung davon zu haben, was „normal“ denn überhaupt sein sollte außer ein steigerungsfähiges Adjektiv: normal – normaler – am normalsten.

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Noras Grenzlinie (© Nora)

Wenn du dich selbst Jahre lang niedermachst, dann erkennst du dir auch dieses Grundrecht ab. Doch irgendwann holt es dich ein. Alles holt dich ein. Auf einmal. Das ganze Spektrum der Emotionen, von todunglücklich bis zu himmelhochjauchzend. Alles zusammen, ein nicht trennbares Gemisch aus Gefühlen, die in deinem Inneren brodeln und plötzlich losbrechen. Ein Orkan, der alles wegfegt. Du hast Angst, große Angst, in solchen Momenten.

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Noras Netzbett-Erfahrung (© Nora)

Was ich genau sagte, weiß ich nicht mehr. Aber es wird wohl in diese Richtung gegangen sein: eine Entschuldigung, dass ich mich umbringen wollte, eine Entschuldigung, dass es nicht geklappt hatte, eine Entschuldigung, dass ich nicht reden konnte, eine Entschuldigung, dass ich bereits 2 Monate in der Psychiatrie war ohne Besserung in Sicht, eine Entschuldigung, dass ich nicht anders konnte, als mir fast täglich die Arme aufzuschneiden, eine Entschuldigung, dass ich eine Belastung war, eine Entschuldigung, dass ich das Trauma nicht hatte allein überwinden können.

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Noras Geburtstag

 Kaufe dir etwas, was Wurzeln hat und nicht von den Menschen zum baldigen Tode verurteilt wurde, ohne sich im Leben entfalten zu können. Kaufe dir eine Pflanze, die nicht nur Wuzeln, sondern auch viele kleine Ableger hat, die man nicht abtrennen darf, um eigenständige Pflanzen zu züchten. Kaufe dir eine Pflanze, die dich viele Wochen und Monate (vielleicht noch viel länger) begleiten wird.

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