Corona, Krieg und Puppen

Ich ließ zu, wie alle Puppen in den Korb gestopft wurden, nachdem meine Hände über ihre Gesichter streichelten. Ein Finger popelte sogar in den Augen herum, beinahe wäre die Puppe kaputt gegangen. Das Bezahlen an der Kasse erfolgte in einem tranceähnlichen Zustand. Erst die frische Luft und das Sprechen mit Nora brachten mich wieder ein wenig zur Besinnung. Ich eilte nach Hause, mit all der Wärme und Geborgenheit in mir

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Ent-angstet (© Nora)

Wir leben in einer „ent-angsteten“ Zeit.Fast jeder hat sie, doch keiner will sie: die Angst.Denn zuzugeben, dass man ängstlich ist,über das Tabu-Thema zu reden,bleibt schmerzhafter Seelen-Striptease. Doch Angst ist nicht die Abwesenheit von Mut,sondern bezeugt die Anwesenheit von Stärke.Weil es mutig ist, Angst in Worte zu fassen,ist Angst zu haben niemals feige. Angst widersetzt sich dem Versuch, sie mit Buchstaben zu benennen.Sie […]

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