Hysterie als Stigma

Was hat sich denn in all den letzten Jahrhunderten geändert? Entweder, man unterstellt den ohnehin körperlich gepeinigten Frauen, dass sie voller Besessenheit (hexengleich) nur Aufmerksamkeit suchen oder gar unbefriedigt seien (hallo Mittelalter) oder man unterstellt Frauen, wie in und nach der Nazizeit, Hysterie, weil sie sich nicht im Rollenklischee einordnen. Inzwischen ist jeder hysterisch, der ab und zu mal ein paar Emotionen zeigt.

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Hysterie historisch betrachtet

Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „histrionisch“ (ableitend von theatralisch, schauspielerisch)  anstelle von hysterisch für die Persönlichkeitsstörung verwendet. Damit bemühte man sich, die negative Konnotation herauszunehmen, was jedoch misslang. Auch die späteren Um- und Neubenennungen in Konversionsneurose, Konversionsstörung, und Somatisierungsstörung konnten nichts daran ändern, dass das klassische Bild der Hysterie sowohl in Fachkreisen als auch in der gesellschaftlichen Betrachtung prägend war.

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Corona, Krieg und Puppen

Ich ließ zu, wie alle Puppen in den Korb gestopft wurden, nachdem meine Hände über ihre Gesichter streichelten. Ein Finger popelte sogar in den Augen herum, beinahe wäre die Puppe kaputt gegangen. Das Bezahlen an der Kasse erfolgte in einem tranceähnlichen Zustand. Erst die frische Luft und das Sprechen mit Nora brachten mich wieder ein wenig zur Besinnung. Ich eilte nach Hause, mit all der Wärme und Geborgenheit in mir

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