Ein unteilbares Ganzes ( © Nora)

Gefühle werden abgespalten oder internalisiert, Wut als Autoaggression gegen sich selbst gerichtet. Der Drang ist geboren, Bravsein als vermeintliche Bedingungen zu erfüllen, um gemocht zu werden. Ja, Bedingungen (!) – und genau hier fängt das Toxische an –, wenn Akzeptanz und daraus resultierend auch Selbstliebe an Bedingungen geknüpft werden, die erfüllt sein müssen: eine conditio sine qua non, welche irgendwann in krankhaftem Perfektionismus endet. Denn nur wenn man „perfekt“ wäre, hätte man „Liebe verdient“, so die verzerrte Selbstwahrnehmung.

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Zwischen Erkrankung und Lifestyle (© Nora)

Post von Nora: Als ich es irgendwann begriffen hatte, wollte ich die Diagnose Borderline sofort wieder weg haben und loswerden; diese Etikettierung, die – wie ich im Google herausfinden sollte – so viele negative Zuschreibungen hatte. Ich, die ich jeden Tag an mir selbst scheiterte, wollte unbedingt „normal“ sein – ohne eine Vorstellung davon zu haben, was „normal“ denn überhaupt sein sollte außer ein steigerungsfähiges Adjektiv: normal – normaler – am normalsten.

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Noras Grenzlinie (© Nora)

Wenn du dich selbst Jahre lang niedermachst, dann erkennst du dir auch dieses Grundrecht ab. Doch irgendwann holt es dich ein. Alles holt dich ein. Auf einmal. Das ganze Spektrum der Emotionen, von todunglücklich bis zu himmelhochjauchzend. Alles zusammen, ein nicht trennbares Gemisch aus Gefühlen, die in deinem Inneren brodeln und plötzlich losbrechen. Ein Orkan, der alles wegfegt. Du hast Angst, große Angst, in solchen Momenten.

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