Willkommen

Als ich im April dieses Jahres (2021) mit der Webseite begann, hatte ich vor, einzig über die Dissoziative Identitätsstörung und Dissoziationen allgemein zu berichten. Weder wollte ich über mich reden, noch anfangen, das Thema auf andere Themenbereiche auszuweiten. Das aber änderte sich relativ schnell.

Seit vielen Jahren schon habe ich die Domain „dissozationen.de“. Solange war da der Wunsch, eine Seite mit eben diesem Thema zu gestalten. Doch ich konnte es nicht. Ich war einfach noch nicht bereit dazu. Es war ein „Trigger“ nötig, um mich dazu zu bringen, in aller Kürze und Schnelligkeit eine Webseite ins Leben zu rufen, und mit dem Schreiben zu beginnen. Ich stieß auf eine Gruppe, und auf deren zerstörerisches Wirken auf Kosten der Traumaopfer.  Das hat mich aus der verharrenden Position heraus gerissen. Ich wollte endlich aktiv werden!

Als ich dann mit dem Schreiben begann, spürte ich, wie gut es sich anfühlt.  Da war ja so viel in mir, was gesagt werden musste. So viel, was ich nach außen tragen wollte. So viel, was irgendwann tief zugeschüttet in mir ruhte, und nun nach oben wollte. Und so breiteten sich die Themen aus.

Wie man sieht, ist die Webseite natürlich noch in weiten Teilen in Arbeit. Zwar gibt es bereits eine ganze Menge zu lesen, jedoch stehe ich erst am Anfang. Ich arbeite ja erst (heute – Anfang Juli) seit 3 Monaten an der Seite, und habe nebenher auch ein sehr ausgefülltes, reales Leben.

Es macht mir Freude zu schreiben, auch wenn die Themen sehr an die Substanz gehen. Manchmal sitze ich hier, spüre den unendlich großen Druck im Magen und frage mich, ob ich das überhaupt schreiben darf. Doch dann dringen viele leise Stimmen in mein Ohr, die mich motivieren und auffordern, weiter zu machen.

Und so entsteht eine Seite, auf der jeder eingeladen ist, der sich angesprochen fühlt. Egal, ob Opfer oder auch Täter. Letztere dürfen sich sicher sein, dass sich unsere Gesellschaft mitten in einem Prozess befindet, in dem neue Stimmen laut werden, nachdem man alte Stimmen zum Schweigen gebracht hat.

Ich heiße euch alle – alle Betroffenen – Herzlich Willkommen!