Zwischen Erkrankung und Lifestyle (© Nora)

Post von Nora: Als ich es irgendwann begriffen hatte, wollte ich die Diagnose Borderline sofort wieder weg haben und loswerden; diese Etikettierung, die – wie ich im Google herausfinden sollte – so viele negative Zuschreibungen hatte. Ich, die ich jeden Tag an mir selbst scheiterte, wollte unbedingt „normal“ sein – ohne eine Vorstellung davon zu haben, was „normal“ denn überhaupt sein sollte außer ein steigerungsfähiges Adjektiv: normal – normaler – am normalsten.

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Hysterie und Konversionsstörung

Es kann nicht um die Frage gehen, ob oder ob man nicht reagieren soll, sondern einzig um das WIE. So hat sich für die Betroffenen gezeigt, dass sich ein hektischer, emotionaler, ängstlicher oder gar panischer Umgang mit den Anfällen verstärkend auswirkt. Ein ruhiger und zugewandter Umgang dagegen wirkt sich nicht nur für den Betroffenen helfend an, sondern mildernd und ist nicht nur für die Psyche, sondern auch für den Körper (Verletzungsgefahr) schützend.

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Hysterie historisch betrachtet

Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „histrionisch“ (ableitend von theatralisch, schauspielerisch)  anstelle von hysterisch für die Persönlichkeitsstörung verwendet. Damit bemühte man sich, die negative Konnotation herauszunehmen, was jedoch misslang. Auch die späteren Um- und Neubenennungen in Konversionsneurose, Konversionsstörung, und Somatisierungsstörung konnten nichts daran ändern, dass das klassische Bild der Hysterie sowohl in Fachkreisen als auch in der gesellschaftlichen Betrachtung prägend war.

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Corona, Krieg und Puppen

Ich ließ zu, wie alle Puppen in den Korb gestopft wurden, nachdem meine Hände über ihre Gesichter streichelten. Ein Finger popelte sogar in den Augen herum, beinahe wäre die Puppe kaputt gegangen. Das Bezahlen an der Kasse erfolgte in einem tranceähnlichen Zustand. Erst die frische Luft und das Sprechen mit Nora brachten mich wieder ein wenig zur Besinnung. Ich eilte nach Hause, mit all der Wärme und Geborgenheit in mir

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Liebe Mama, liebe Tochter

Ich habe ein Buch erworben. Liebe Mama, liebe Tochter – Ein Erinnerungsbuch für zwei Da sitze ich nun und frage mich, was ich mir erhofft habe. Ich wollte ein Buch für meine geliebte Tochter, die heute bereits erwachsen ist, anfertigen. Es ist – neben Texte, die bereits enthalten sind  – aufgeteilt, wo Mutter und Tochter jeweils ihre Erinnerungen hinein schreiben […]

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Ent-angstet (© Nora)

Wir leben in einer „ent-angsteten“ Zeit.Fast jeder hat sie, doch keiner will sie: die Angst.Denn zuzugeben, dass man ängstlich ist,über das Tabu-Thema zu reden,bleibt schmerzhafter Seelen-Striptease. Doch Angst ist nicht die Abwesenheit von Mut,sondern bezeugt die Anwesenheit von Stärke.Weil es mutig ist, Angst in Worte zu fassen,ist Angst zu haben niemals feige. Angst widersetzt sich dem Versuch, sie mit Buchstaben zu benennen.Sie […]

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