In 48 Stunden ist mein Hund tot (© Nora)

Als ich mit dem Tierarzt vor zwei Tagen das Datum für das Einschläfern festgesetzt hatte, war ich in Trance. Das kleine Zettelchen mit Uhrzeit und Tag war fest in meiner Hand und machte den Termin real. Nein, es war kein Albtraum, sondern mein Filou wird für immer einschlafen, doch ich realisierte es nicht. Es war bloß das Flüstern einer unhörbaren Stimme, die mir das Gefühl von Zeit und Raum nahm: „Das ist nicht real, das ist nicht real, das ist nicht real“.

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Ich mache eine Pause

Es ist nicht das Internet, was bei mir gerade für eine gewisse Labilität sorgt, sondern große Probleme, Sorgen und Ängste in meiner Familie. Ich dachte, dass ich mich im Netz ein bisschen ablenken kann, doch dem ist nicht so. Das, was ich hier lese, zieht mich unfassbar runter. Auch spüre ich bei den Usern in FB, Twitter und Co sehr viel Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit, aber auch Hass. Egal, wo man hinschaut, es gibt nur noch ein Gegeneinander.

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Ein unteilbares Ganzes ( © Nora)

Gefühle werden abgespalten oder internalisiert, Wut als Autoaggression gegen sich selbst gerichtet. Der Drang ist geboren, Bravsein als vermeintliche Bedingungen zu erfüllen, um gemocht zu werden. Ja, Bedingungen (!) – und genau hier fängt das Toxische an –, wenn Akzeptanz und daraus resultierend auch Selbstliebe an Bedingungen geknüpft werden, die erfüllt sein müssen: eine conditio sine qua non, welche irgendwann in krankhaftem Perfektionismus endet. Denn nur wenn man „perfekt“ wäre, hätte man „Liebe verdient“, so die verzerrte Selbstwahrnehmung.

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Zielwechsel

Ich glaube, ich bin sehr blauäugig, wenn ich denke, dass irgendwer im breiten Internet auch nur im Hauch Interesse daran hat, sich mit anderen über ggf. unterschiedliche Betrachtungen auszutauschen und sich – wie ich es auch oft tue – weiter zu entwickeln. So wurde das Internet genutzt, als es noch keine sozialen Netzwerke gab, aber das ist bereits lange Geschichte! Heute muss man entweder voyeuristisch oder exhibitionistisch sein, sonst ist man raus!

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Hysterie als Stigma

Was hat sich denn in all den letzten Jahrhunderten geändert? Entweder, man unterstellt den ohnehin körperlich gepeinigten Frauen, dass sie voller Besessenheit (hexengleich) nur Aufmerksamkeit suchen oder gar unbefriedigt seien (hallo Mittelalter) oder man unterstellt Frauen, wie in und nach der Nazizeit, Hysterie, weil sie sich nicht im Rollenklischee einordnen. Inzwischen ist jeder hysterisch, der ab und zu mal ein paar Emotionen zeigt.

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Filmkritik Mr. Robot

Nicht nur DIS Betroffene können sich mit dem Filmgeschehen identifizieren. Sam Esmail schafft es, ein enorm breites Publikum zu gewinnen, weil so gut wie alle Aspekte des Lebens und des Fühlens eingebaut und von grandiosen Haupt- und Nebendarstellern gezeigt werden. Die Serie beinhaltet extrem viel Gesellschaftskritik und thematisiert die stetig ansteigende Digitalisierung, Macht, Kontrolle, den Verlust der Privatsphäre oder die Tatsache, wie wir – marionettengleich – durch eben diese Digitalisierung manipuliert werden.

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