Nora und ich sind Teil einer Verschwörung

Wie kommuniziert man nun mit Opfern und Betroffenen, die überzeugt sind, satanisch missbraucht worden zu sein? Genau das ist doch der Punkt, den ich monatelang bei den Recherchen vor Augen hatte. Die Frage, wie sich Opfer fühlen müssen, wenn man ihnen all ihre Erinnerungen abspricht! So etwas ist demontierend! Es ist im Grunde die umgekehrte kafkaeske Wendung! Egal, was sie sagen, man wird behaupten, ihre Erinnerungen seien Teil einer Verschwörung. Sie können nicht mehr glaubwürdig sein.

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Ich mache eine Pause

Es ist nicht das Internet, was bei mir gerade für eine gewisse Labilität sorgt, sondern große Probleme, Sorgen und Ängste in meiner Familie. Ich dachte, dass ich mich im Netz ein bisschen ablenken kann, doch dem ist nicht so. Das, was ich hier lese, zieht mich unfassbar runter. Auch spüre ich bei den Usern in FB, Twitter und Co sehr viel Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit, aber auch Hass. Egal, wo man hinschaut, es gibt nur noch ein Gegeneinander.

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Zielwechsel

Ich glaube, ich bin sehr blauäugig, wenn ich denke, dass irgendwer im breiten Internet auch nur im Hauch Interesse daran hat, sich mit anderen über ggf. unterschiedliche Betrachtungen auszutauschen und sich – wie ich es auch oft tue – weiter zu entwickeln. So wurde das Internet genutzt, als es noch keine sozialen Netzwerke gab, aber das ist bereits lange Geschichte! Heute muss man entweder voyeuristisch oder exhibitionistisch sein, sonst ist man raus!

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Hysterie als Stigma

Was hat sich denn in all den letzten Jahrhunderten geändert? Entweder, man unterstellt den ohnehin körperlich gepeinigten Frauen, dass sie voller Besessenheit (hexengleich) nur Aufmerksamkeit suchen oder gar unbefriedigt seien (hallo Mittelalter) oder man unterstellt Frauen, wie in und nach der Nazizeit, Hysterie, weil sie sich nicht im Rollenklischee einordnen. Inzwischen ist jeder hysterisch, der ab und zu mal ein paar Emotionen zeigt.

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Hysterie und Konversionsstörung

Es kann nicht um die Frage gehen, ob oder ob man nicht reagieren soll, sondern einzig um das WIE. So hat sich für die Betroffenen gezeigt, dass sich ein hektischer, emotionaler, ängstlicher oder gar panischer Umgang mit den Anfällen verstärkend auswirkt. Ein ruhiger und zugewandter Umgang dagegen wirkt sich nicht nur für den Betroffenen helfend an, sondern mildernd und ist nicht nur für die Psyche, sondern auch für den Körper (Verletzungsgefahr) schützend.

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Hysterie historisch betrachtet

Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „histrionisch“ (ableitend von theatralisch, schauspielerisch)  anstelle von hysterisch für die Persönlichkeitsstörung verwendet. Damit bemühte man sich, die negative Konnotation herauszunehmen, was jedoch misslang. Auch die späteren Um- und Neubenennungen in Konversionsneurose, Konversionsstörung, und Somatisierungsstörung konnten nichts daran ändern, dass das klassische Bild der Hysterie sowohl in Fachkreisen als auch in der gesellschaftlichen Betrachtung prägend war.

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Corona, Krieg und Puppen

Ich ließ zu, wie alle Puppen in den Korb gestopft wurden, nachdem meine Hände über ihre Gesichter streichelten. Ein Finger popelte sogar in den Augen herum, beinahe wäre die Puppe kaputt gegangen. Das Bezahlen an der Kasse erfolgte in einem tranceähnlichen Zustand. Erst die frische Luft und das Sprechen mit Nora brachten mich wieder ein wenig zur Besinnung. Ich eilte nach Hause, mit all der Wärme und Geborgenheit in mir

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Liebe Mama, liebe Tochter

Ich habe ein Buch erworben. Liebe Mama, liebe Tochter – Ein Erinnerungsbuch für zwei Da sitze ich nun und frage mich, was ich mir erhofft habe. Ich wollte ein Buch für meine geliebte Tochter, die heute bereits erwachsen ist, anfertigen. Es ist – neben Texte, die bereits enthalten sind  – aufgeteilt, wo Mutter und Tochter jeweils ihre Erinnerungen hinein schreiben […]

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