Ein überzeugender Psychiater

Ich werde heute wahrscheinlich sehr viele DIS Betroffenen verärgern oder gar erschüttern. Obwohl mir das fern liegt, muss ich trotzdem mitteilen, dass ich mit dem heutigen Tage anfange, an dem satanischen/rituellen Missbrauch zu zweifeln, von dem viele Betroffene sagen, dass sie diesen erlebten.

Ich möchte auch erklären, warum!

Ich sah heute auf der gwup | die skeptiker – Seite ein Video von einem Psychiater, der viele Dinge ansprach, die ich nun seit 30 Jahren in traumatischer Weise in mir trage. Nichts Satanisches, nichts, was man mir als Kind antat, (so etwas habe ich nicht erlebt) sondern etwas, was ich in psychiatrischen Instanzen – vor allem in der ehemaligen DDR – erlebte.

In der letzten Klinik 2008 mitten in Berlin habe ich das erste Mal in all den Jahrzehnten eine partizipative Behandlung erleben dürfen. In dieser Klinik hat man sich auch das erste Mal mir gegenüber zu der Macht bekannt, die die Psychiatrie/Psychologie hat. Und man versicherte mir, dass man in dieser Klinik diese Macht niemals missbrauchen wird.

Das alleine war für mich extrem heilend.

Diese Bekenntnisse nun aber öffentlich zu hören, lässt mich schier den Atem anhalten. Damit wurde etwas, was ich 30 Jahre lang für unmöglich hielt, möglich.

Die Tatsache, dass er so viele Wahrheiten ausspricht, von denen ich verdammt gut weiß, dass es Wahrheiten sind, macht ihn insgesamt glaubwürdig. Würde Christian Discher noch leben (Autor des Buches Die Stimmen der Übriggebliebenen) so würde er mir in heftiger Weise zustimmen.

Es ist für einen Psychiater nicht leicht, über die Macht, die die Psychiatrie inne hat, zu sprechen, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Das ist in vielerlei Hinsicht heute noch so, wie vor 100 Jahren. Sándor Ferenczi beschrieb es bereits 1932 in seinem klinischen Tagebuch.

Nachdem ich mir in Ruhe dieses Video angeschaut hatte, wusste ich, dass ich in den kommenden Tagen anfangen muss, meine Webseite in einigen Bereichen zu ändern. Denn auch wenn ich nach wie vor einige Vorgehensweisen der Skeptiker kritisch sehe, so steht jetzt für mich fest:

Satanischer – ritueller Missbrauch, wie u.a. von Michaela Huber beschrieben, gibt es nicht.    

Ich habe vorhin all die Seiten unter der Seitenrubrik “Zweifel von außen” auf Entwurf umgestellt. Dazu gehörten die Seiten unter dem Titel: “Rituell-satanisch-skeptisch” und “Skeptiker und DIS” . Einiges wird in überarbeiteter Form irgendwann wieder online geschaltet. Einiges wird im Nirwana verschwinden.

Mir ist es sehr wichtig, zu betonen, dass ich mich immer für Opfer des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt einsetzen werde. Das bedeutet aber nicht, dass ich hier aus der reinen Solidarität heraus Falschinformationen verbreite, von denen ich annehmen muss, dass es Falschinformationen sind.

Ich versuche das, was ich als Wirklichkeit empfinde, zusammen mit Authentizität und Sorgfalt auf dieser Webseite einzubringen. Dass es mir hier nicht um Darstellung geht, dürfte man daran erkennen, dass ich auch den Zusammenhang zwischen Hysterie und DIS beschreibe, denn wer schon möchte sich mit etwas, was so verrufen wie die Hysterie ist, darstellen.

Mir geht es hier darum, die Realität, so weit es überhaupt möglich ist, zu beleuchten. Natürlich ist das immer auch subjektiv. Alleine schon deswegen wird sicherlich immer wieder neu eine Korrektur erfolgen.

Doch genau das macht mich nun mal aus. Ich bin nicht statisch!

Zusatz:

Ich möchte hier nicht den rituellen Missbrauch in Abrede stellen. Der Satanisch-Rituelle Missbrauch jedoch scheint eine tiefgreifende, nicht ganz ungefährliche Verschwörung zu sein. Diese Sichtweise resultiert aus einem Erkenntnisprozess, der nicht von heute auf morgen vonstattenging.

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