Kampf oder Spiel – Lyrik

Das hier sind Gedichte, die ein Anteil in mir schrieb, zu dem ich keinen emotionalen Bezug habe. Die Inhalte sind mir beinahe unheimlich, denn ich kann keinen Beziehungs-Kontakt zum männlichen Geschlecht herstellen und habe somit auch keine Gefühle für derlei Äußerungen. Oder anders formuliert. Ich kann das Geschilderte nicht nachvollziehen. Und doch gehören es zu mir, was der Grund dafür ist, diese Gedichte nicht mehr im Staub der Regale verrotten zu lassen. Geschrieben wurden sie 2008.

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Marv über Noras Erfahrung

Kaum ein Mensch interessiert sich dafür, was hinter den Türen der Psychiatrien geschieht. Junge Männer werden gebrochen, siehe Christian Discher. Junge Mädchen werden mit Schuldgefühlen überladen und traumatisiert, siehe Nora.  Die Täter, ich nenne sie ganz bewusst so, laufen frei herum. Damals wie heute. Sie schützen sich untereinander und sie werden geschützt. Sie haben ein psychologisch perfides Macht-Monopol, was selbst die Macht des Staates aushebelt

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Nora über Elizabeth Loftus (© Nora)

Die Diskrepanz zwischen ihren wissenschaftlichen Leistungen und deren Instrumentalisierung zu Lasten sexuell missbrauchter Menschen lässt mich persönlich nicht kalt. Mir tut es mehr weh, als ich es in simplen Worten ausdrücken kann, es brennt in meinem Magen, es macht mich unfassbar wütend: wütend auf eine Frau, die gegen andere Frauen kämpft

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Ignoranz

Was ist mit Euch? Ihr Mütter, die ihr all das wisst? Wieso schweigt ihr dazu? Wieso hört ihr denn nicht auf die Hilferufe Eurer Kinder? “Es ist Selbstschutz der Mutter”, heißt es so oft. Ist es das? Muss man wirklich immer alles entschuldigen, vielleicht sogar verstehen? Verstehen, dass auch ihr – Mütter – krank seid? Oder gar verzeihen, weil auch ihr – Mütter – in gewisser Weise Opfer seid? Zu 90% fühlt ihr es, wisst ihr es, aber ihr lasst es zu. Ihr schaut weg!

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Noras Grenzlinie (© Nora)

Wenn du dich selbst Jahre lang niedermachst, dann erkennst du dir auch dieses Grundrecht ab. Doch irgendwann holt es dich ein. Alles holt dich ein. Auf einmal. Das ganze Spektrum der Emotionen, von todunglücklich bis zu himmelhochjauchzend. Alles zusammen, ein nicht trennbares Gemisch aus Gefühlen, die in deinem Inneren brodeln und plötzlich losbrechen. Ein Orkan, der alles wegfegt. Du hast Angst, große Angst, in solchen Momenten.

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Emil Kraepelin – Wegbereiter der Euthanasie

Die ersten Opfer der systematischen Tötung während der NS Diktatur waren keineswegs jüdische Bürger, sondern kranke und behinderte Menschen. Genau dafür ist u.a. auch Emil Kräepelin verantwortlich, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte.  Seine Werke, seine Schriften, seine Forschungsstätten, seine Thesen und Forderungen wurden im NS Staat geheiligt und befolgt.

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Noras Netzbett-Erfahrung (© Nora)

Was ich genau sagte, weiß ich nicht mehr. Aber es wird wohl in diese Richtung gegangen sein: eine Entschuldigung, dass ich mich umbringen wollte, eine Entschuldigung, dass es nicht geklappt hatte, eine Entschuldigung, dass ich nicht reden konnte, eine Entschuldigung, dass ich bereits 2 Monate in der Psychiatrie war ohne Besserung in Sicht, eine Entschuldigung, dass ich nicht anders konnte, als mir fast täglich die Arme aufzuschneiden, eine Entschuldigung, dass ich eine Belastung war, eine Entschuldigung, dass ich das Trauma nicht hatte allein überwinden können.

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