Fast allein

Heute nun schreibe ich meinen ersten Beitrag im „Persönlichen Blog“. In dieser Rubrik geht es also um mich.

Als ich im April 2021 mit der Webseite anfing, (derzeit sollte sie sich nur auf die Dissoziation beziehen) hätte ich nicht gedacht, dass ich in nur wenigen Monate das Ziel habe, etwas Konkretes in Richtung Inklusion und Partizipation zu bewegen. Mir war nicht klar, dass sich in kürzester Zeit mein Augenmerk auf das richtet, was mir im Grunde schon ein ganzes Leben lang am Herzen liegt.  

Aber ich spüre die Tage auch, wie schwer es ist, dabei (fast) alleine zu sein. Ich bin froh, dass mich Nora begleitet, die mich, wenn sie denn wieder gesund ist (momentan kuriert sie sich von einer Krankheit aus) mit einbringen wird.  

Die Tage nun erstellte ich auch einen Twitter-Account für dieses Projekt. Mich erinnert mein Wirken dort an das Sprichwort: „Und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“.  Es wird sehr, sehr lange dauern, bis ich einen gewissen Kreis aufgebaut habe, mit dem es sich informativ „arbeiten“ lässt.

Ich fühle mich auch deswegen sehr alleine, weil ich keine Mitstreiter um mich herum sehe.

  • Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. hat sich scheinbar überworfen. Dort kann man keinen Anschluss mehr finden, weil sie in sich auseinander gefallen sind.
  • Der Anti-Psychiatriebewegung möchte ich mich nicht anschließen. Ich bin nicht gegen die Psychiatrie, sondern für die Verbesserung der Bedingungen und der Versorgung.
  • Christian Discher, mit dem ich so gerne gemeinsam aktiv geworden wäre, hat sich das Leben genommen.
  • Die Aktivistin Dorothea Buck ist 2019 mit 102 Jahren auch von uns gegangen.

Die Frage, die ich mir stellte, war/ist nun also, wo ich mich anschließen kann. Alleine (wenn auch mit Nora) werde ich es auf Dauer nicht hinbekommen. Dafür sind die Themen zu komplex.

Gestern aber hab ich dann etwas sehr Erfreuliches erlebt. Ich habe jemanden kennen gelernt, der mich auf die Kellerkinder e.V. hinwies.

Ich glaube, DAS ist es, was ich suche. Ich habe erst ein paar Stunden damit verbracht, mich in deren Konzept und Wirken einzulesen.  Aber wenn es das ist, was ich glaube, – wenn sie das tun, was ich auf den ersten Blick sehe, dann versuche ich, da Anschluss zu finden.

Ich bleibe dran!

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