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	Kommentare zu: Ein Fachartikel, der Brücken bauen möchte	</title>
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	<description>Informationen zur „Satanic Panic“, zur Debatte um rituelle Gewalt und zu Risiken suggestiver Therapiekonzepte.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 14:22:35 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Lotosritter		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lotosritter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 00:05:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erster Gedanke zum Papier von Urbaniok und Fegert 

Zu Beginn des Artikels steht: „Der fachliche Austausch und ethische Grundprinzipien in der Krankenbehandlung werden beschädigt und die epistemische testimoniale Ungerechtigkeit im Umgang mit Aussagen von Betroffenen, insbesondere wenn sie sich aufgrund psychischer Probleme in Behandlung begeben haben, wird verschärft (Tab. 1). „

Womit gemeint ist, dass manches aus Sicht der Beteiligten und Betroffenen oftmals anders ausschaut, als es allgemein wahrgenommen wird. Gleichwohl bleibt die andere Perspektive ihrerseits auch nur eine von möglichen Perspektiven. Dennoch geht es explizit darum, diese Perspektive überhaupt als eine gültige anzuerkennen. Was sich allerdings solange von selbst ausschließt, solange der Grund für einen gültigen Standpunkt fehlt, und der ist und bleibt der harte Fakt.

Kurz gefasst bedeutet das, dass dem Opfer im Zweifel geglaubt werden sollte. Dieser Grundsatz begegnet einem im Text wiederholt offen oder verdeckt. Demnach wären die Fakten weniger bedeutend, als die Gläubigkeit der Therapeuten an die Geschichte ihrer Klienten. - Nur ist es so, dass diese Geschichten weitgehend von den Therapeuten induziert wurden; diese folglich eigentlich ihrem eigenen Narrativ glauben schenken.

Zweiter Gedanken

Durch ein Gespräch mit Angelika Oetken auf X wurde ich wieder an die Ursprünge der Satanic Panic erinnert, bei denen neben korrupten Therapeuten vor allem christliche Sektierer treibende Kräfte waren, die sich großteils in der QAnon-Bewegung sammelten. Das bedeutet hinter der Erzählung vom rituellen-satanischen Missbrauch stecken ebenso rechts-links-radikale Weltverschwörer, die sich ebenso aus der Nie-Wieder-Bewegung als auch dem mit dem Gazakrieg aufflammenden Antisemitismus nähren; denn in beiden Blasen wird das Narrativ vom Kinder schlachtenden Juden verbreitet.

Faszit

In diesem Sinn ist das Papier von Urbaniok und Fegert noch bedenklicher. Es mutet zwar an, als sollte eine Brücke zu einer faktenbasierten Diagnostik und Therapie geschlagen werden, doch indem man um der Sache willen eine Aussöhnung verfolgt, bestätigt man den Beelzebub und nimmt ihn mit an Bord.

Der zu benennende Fakt wäre, die UBSKM und der UKASK (dem Fegert zugehört)  irren; womit das Leiden der Betroffenen verfestigt wird: Es besteht keine faktische „epistemische testimoniale Ungerechtigkeit“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erster Gedanke zum Papier von Urbaniok und Fegert </p>
<p>Zu Beginn des Artikels steht: „Der fachliche Austausch und ethische Grundprinzipien in der Krankenbehandlung werden beschädigt und die epistemische testimoniale Ungerechtigkeit im Umgang mit Aussagen von Betroffenen, insbesondere wenn sie sich aufgrund psychischer Probleme in Behandlung begeben haben, wird verschärft (Tab. 1). „</p>
<p>Womit gemeint ist, dass manches aus Sicht der Beteiligten und Betroffenen oftmals anders ausschaut, als es allgemein wahrgenommen wird. Gleichwohl bleibt die andere Perspektive ihrerseits auch nur eine von möglichen Perspektiven. Dennoch geht es explizit darum, diese Perspektive überhaupt als eine gültige anzuerkennen. Was sich allerdings solange von selbst ausschließt, solange der Grund für einen gültigen Standpunkt fehlt, und der ist und bleibt der harte Fakt.</p>
<p>Kurz gefasst bedeutet das, dass dem Opfer im Zweifel geglaubt werden sollte. Dieser Grundsatz begegnet einem im Text wiederholt offen oder verdeckt. Demnach wären die Fakten weniger bedeutend, als die Gläubigkeit der Therapeuten an die Geschichte ihrer Klienten. &#8211; Nur ist es so, dass diese Geschichten weitgehend von den Therapeuten induziert wurden; diese folglich eigentlich ihrem eigenen Narrativ glauben schenken.</p>
<p>Zweiter Gedanken</p>
<p>Durch ein Gespräch mit Angelika Oetken auf X wurde ich wieder an die Ursprünge der Satanic Panic erinnert, bei denen neben korrupten Therapeuten vor allem christliche Sektierer treibende Kräfte waren, die sich großteils in der QAnon-Bewegung sammelten. Das bedeutet hinter der Erzählung vom rituellen-satanischen Missbrauch stecken ebenso rechts-links-radikale Weltverschwörer, die sich ebenso aus der Nie-Wieder-Bewegung als auch dem mit dem Gazakrieg aufflammenden Antisemitismus nähren; denn in beiden Blasen wird das Narrativ vom Kinder schlachtenden Juden verbreitet.</p>
<p>Faszit</p>
<p>In diesem Sinn ist das Papier von Urbaniok und Fegert noch bedenklicher. Es mutet zwar an, als sollte eine Brücke zu einer faktenbasierten Diagnostik und Therapie geschlagen werden, doch indem man um der Sache willen eine Aussöhnung verfolgt, bestätigt man den Beelzebub und nimmt ihn mit an Bord.</p>
<p>Der zu benennende Fakt wäre, die UBSKM und der UKASK (dem Fegert zugehört)  irren; womit das Leiden der Betroffenen verfestigt wird: Es besteht keine faktische „epistemische testimoniale Ungerechtigkeit“.</p>
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