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	Kommentare zu: Dissoziative Identitätsstörung	</title>
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	<description>Informationen zur „Satanic Panic“, zur Debatte um rituelle Gewalt und zu Risiken suggestiver Therapiekonzepte.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Jul 2026 13:28:10 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Viktualia		</title>
		<link>https://dissoziationen.de/alles/dissoziative-identitaetsstoerung/#comment-21</link>

		<dc:creator><![CDATA[Viktualia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 12:42:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://dissoziationen.de/?p=68#comment-21</guid>

					<description><![CDATA[Zuerst einmal: Danke.
Für alles, die Arbeit, die du dir gemacht hast, die Ehrlichkeit - und vor allem die Erweiterung der Begrifflichkeiten.

Vielleicht habe ich da etwas für dich, was den Begriff der Hysterie angeht, meine Überlegungen zu &quot;Der Ton macht die Musik&quot;.
(Ich bin von &quot;der eine wird schwer krank, der andere bleibt psychisch gesund&quot; die, die nicht krank, sondern (Ergo-)Therapeutin wurde. Ich &quot;wurde&quot; nicht krank, sondern blieb bedürftig. Bis ich die Kiste wegen anderer Traumata aufmachen musste.)

Ich habe diesen Spruch als Jugendlich einfach nicht verstehen können - und versteh jetzt, warum.
(&quot;Opferschutz&quot; - als Therapeutin muss ich den Leuten doch nicht &quot;glauben&quot;, ich sollte rausfinden können, was sie meinen!)

Wenn ich mich als Kind &quot;im Ton vergriffen&quot; habe, also zeigte, dass ich mich (noch) nicht regulieren konnte, hat meine Mutter nicht nur mein Bedürfnis ignoriert, sie hat mir - mit diesem Spruch -  die Schuld dafür zugeschoben. Damit war sie dann weder für dieses spezielle Bedürfnis zuständig, noch dafür, mir &quot;Regulierung&quot; beizubringen.
Und ich, als kleines Kind, kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich es völlig schräg fand, erst meine Mutter &quot;bestätigen&quot; zu sollen, bevor sie dann mal in die Pötte kam. (Ich hab das Sprichwort wörtlich genommen und da ich &quot;mein Gefühl&quot; genauso ausgedrückt habe, wie es war, konnte ich ihren Anspruch, mein &quot;Anliegen&quot; anders zu formulieren, einfach nicht einordnen.)
(Ich bin die Ältere und wo meine Schwester ihr &quot;ich will aber!&quot; mittels Anpassung durchziehen konnte, war es bei mir eher ein &quot;das ist doch Mist!&quot;, mit dem ich aufgelaufen bin.)

Als Jugendliche hatte ich dann das Gefühl &quot;den Spruch nicht zu verstehen&quot;, 
als Erwachsene lernte ich dann, mit den Gefühlen - und Anliegen - anderer Menschen umzugehen, 
und nach dem Aufdröseln der eigenen kognitiven Dissonanz kann ich nun auch den Schmerz, den meine Mutter mit ihrer selbstgerechten Ignoranz anrichtete, einordnen.

Mit &quot;Hysterie&quot; (als Kampfbegriff)  werden Gefühle ausgegrenzt, weil sie - angeblich - nicht adäquat genug sind. Weil &quot;ein Gefühl&quot; vermittelt wird und nicht &quot;die Situation&quot; (oder wie bei mir damals &quot;das Anliegen&quot;). 
Mehr ist es nicht, die alte Angst der weißen Männer vor der dominanten Mama.
Und die Unfähigkeit unserer Kultur, mit Gefühlen überhaupt umzugehen.
(Oder sie gar als &quot;bedingend&quot; für die rationale Entwicklung einzuordnen...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst einmal: Danke.<br />
Für alles, die Arbeit, die du dir gemacht hast, die Ehrlichkeit &#8211; und vor allem die Erweiterung der Begrifflichkeiten.</p>
<p>Vielleicht habe ich da etwas für dich, was den Begriff der Hysterie angeht, meine Überlegungen zu &#8222;Der Ton macht die Musik&#8220;.<br />
(Ich bin von &#8222;der eine wird schwer krank, der andere bleibt psychisch gesund&#8220; die, die nicht krank, sondern (Ergo-)Therapeutin wurde. Ich &#8222;wurde&#8220; nicht krank, sondern blieb bedürftig. Bis ich die Kiste wegen anderer Traumata aufmachen musste.)</p>
<p>Ich habe diesen Spruch als Jugendlich einfach nicht verstehen können &#8211; und versteh jetzt, warum.<br />
(&#8222;Opferschutz&#8220; &#8211; als Therapeutin muss ich den Leuten doch nicht &#8222;glauben&#8220;, ich sollte rausfinden können, was sie meinen!)</p>
<p>Wenn ich mich als Kind &#8222;im Ton vergriffen&#8220; habe, also zeigte, dass ich mich (noch) nicht regulieren konnte, hat meine Mutter nicht nur mein Bedürfnis ignoriert, sie hat mir &#8211; mit diesem Spruch &#8211;  die Schuld dafür zugeschoben. Damit war sie dann weder für dieses spezielle Bedürfnis zuständig, noch dafür, mir &#8222;Regulierung&#8220; beizubringen.<br />
Und ich, als kleines Kind, kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich es völlig schräg fand, erst meine Mutter &#8222;bestätigen&#8220; zu sollen, bevor sie dann mal in die Pötte kam. (Ich hab das Sprichwort wörtlich genommen und da ich &#8222;mein Gefühl&#8220; genauso ausgedrückt habe, wie es war, konnte ich ihren Anspruch, mein &#8222;Anliegen&#8220; anders zu formulieren, einfach nicht einordnen.)<br />
(Ich bin die Ältere und wo meine Schwester ihr &#8222;ich will aber!&#8220; mittels Anpassung durchziehen konnte, war es bei mir eher ein &#8222;das ist doch Mist!&#8220;, mit dem ich aufgelaufen bin.)</p>
<p>Als Jugendliche hatte ich dann das Gefühl &#8222;den Spruch nicht zu verstehen&#8220;,<br />
als Erwachsene lernte ich dann, mit den Gefühlen &#8211; und Anliegen &#8211; anderer Menschen umzugehen,<br />
und nach dem Aufdröseln der eigenen kognitiven Dissonanz kann ich nun auch den Schmerz, den meine Mutter mit ihrer selbstgerechten Ignoranz anrichtete, einordnen.</p>
<p>Mit &#8222;Hysterie&#8220; (als Kampfbegriff)  werden Gefühle ausgegrenzt, weil sie &#8211; angeblich &#8211; nicht adäquat genug sind. Weil &#8222;ein Gefühl&#8220; vermittelt wird und nicht &#8222;die Situation&#8220; (oder wie bei mir damals &#8222;das Anliegen&#8220;).<br />
Mehr ist es nicht, die alte Angst der weißen Männer vor der dominanten Mama.<br />
Und die Unfähigkeit unserer Kultur, mit Gefühlen überhaupt umzugehen.<br />
(Oder sie gar als &#8222;bedingend&#8220; für die rationale Entwicklung einzuordnen&#8230;)</p>
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		<title>
		Von: Phlox		</title>
		<link>https://dissoziationen.de/alles/dissoziative-identitaetsstoerung/#comment-20</link>

		<dc:creator><![CDATA[Phlox]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 22:31:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://dissoziationen.de/?p=68#comment-20</guid>

					<description><![CDATA[Guten Abend und vielen Dank erst mal für den aufschlussreichen Artikel. Ich hab in den letzten Tagen immer mal wieder versucht stichhaltige Artikel zu dem Thema zu finden, wurde aber oftmals dann vom Begriff &quot;rituelle Gewalt&quot; davon überzeug auf eine wenig glaubwürdige Quelle gestoßen zu sein. Es scheint wirklich schwierig zu sein an stichhaltige Informationen zu kommen - oder ich stelle mich ungeschickt in meiner Suche an.
Eine Behauptung, die ich jetzt schon oft gehört/gelesen habe, zu der ich aber nach wie vor keine Studie, keinen seriösen Artikel finden konnte ist, dass es große körperliche Unterschiede zwischen den Persönlichkeitszuständen geben kann. Manche Leute behaupten, dass sie verschiedene Sehstärken, Allergien oder sogar Stoffwechselkrankheiten (wie bspw. Diabetes) aufweisen würden in ihren unterschiedlichen Persönlichkeitszuständen. Ich finde da aber einfach nichts zu. Können Sie mir da eventuell helfen?
Liebe Grüße,
Phlox]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend und vielen Dank erst mal für den aufschlussreichen Artikel. Ich hab in den letzten Tagen immer mal wieder versucht stichhaltige Artikel zu dem Thema zu finden, wurde aber oftmals dann vom Begriff &#8222;rituelle Gewalt&#8220; davon überzeug auf eine wenig glaubwürdige Quelle gestoßen zu sein. Es scheint wirklich schwierig zu sein an stichhaltige Informationen zu kommen &#8211; oder ich stelle mich ungeschickt in meiner Suche an.<br />
Eine Behauptung, die ich jetzt schon oft gehört/gelesen habe, zu der ich aber nach wie vor keine Studie, keinen seriösen Artikel finden konnte ist, dass es große körperliche Unterschiede zwischen den Persönlichkeitszuständen geben kann. Manche Leute behaupten, dass sie verschiedene Sehstärken, Allergien oder sogar Stoffwechselkrankheiten (wie bspw. Diabetes) aufweisen würden in ihren unterschiedlichen Persönlichkeitszuständen. Ich finde da aber einfach nichts zu. Können Sie mir da eventuell helfen?<br />
Liebe Grüße,<br />
Phlox</p>
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